Ars Organi - Heft 2 (Juni 2005)

Scaramuza

Virtuosität gehörte neben den "ausgefallene Einfällen" auch im speziellen Sinne bloßen schnell Spielens zu den unerlässlichen Fertigkeiten eines Hoforganisten. Das betrifft auch den Part des Interpreten. Der geringe bemerkbare Nachhall erlaubt Berben, sein cembalistisch gelenkiges Spiel überzeugend zur Geltung zu bringen. Er weiß, dass beim sog. ‚offenen' Spiel ohne legato das Verhältnis von Tondauern und Pausen nach der Akustik des Raums bestimmt werden muss, und handelt danach. In der Aufnahme ist dieses Verhältnis gut getroffen.
Instrument, Kompositionen und Interpret überzeugen gleichermaßen.

Martin Balz


   
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